Seit gestern: Cornelia Polettos neues Kochbuch

Juhuu, meine Kochbuch-Sammlung ist wieder um eines neues Kochbuch reicher geworden. Gestern ist das neue Kochbuch von Cornelia Poletto mit dem unheimlich kreativen Titel “Mein neuer Grundkurs für Einsteiger” erschienen – hätte man inspirierender umsetzen können :-) . Da ich bereits auch ihre drei anderen Kochbücher ihr besitze, musste dieses natürlich auch gleich bestellt werden.

Wie auch das letzte Kochbuch, begleitet es ihre Kochshow auf der ARD “Polettos Kochschule”, in der sie zu gewissen Themen zusammen mit dem Moderator und “Kochschüler” Dennis Wilms kocht. Sie zeigt darin viele Basics, aber ganz Poletto-like, gespickt mit vielen wirklich brauchbaren Tipps und tollen Rezepten.

Das neue Kochbuch ist demnach wieder nach den Rubriken/Themen der Sendung – beispielsweise “Salate”, “Pasta” oder auch “Mehl & Mehr” – aufgeteilt. Ich muss gestehen, dass ich die Auswahl der Themen dieser Reihe noch schlichter finde, als die der letzten. Es ist schon sehr für Kochanfänger gedacht. Obwohl selbstverständlich wieder typische Poletto-Rezepte gezeigt werden – mit viel Raffinesse und tollen Geschmackserlebnissen: also ganz mein Ding!

Rezepte die mir sofort ins Auge gesprungen sind: “Pasta mit Balsamico-Linsen und Knusperschinken” sowie überhaupt der gesamte Part zu Hülsenfrüchten, “Wirsingwickel mit Salsicca und weißen Bohnen” oder “Topinambur-Risotto mit geschmolzenem Taleggio”. Das klingt doch lecker.

FAZIT: Wer Cornelias Kochbücher sammelt und liebt, wird es sich bestimmt kaufen. Ansonsten ist es eher ein tolles Kochbuch für Koch-Anfänger. Noch eine Bitte an Cornelia Poletto: Machen Sie doch einmal ein Kochbuch für Fortgeschrittene!

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Selbstgemachtes Himbeersorbet mit Pfirsich – ein lecker, leichtes Dessert

Leicht und lecker sollte er sein, mein Nachtisch zu einem 3-Gänge-Menü am Wochenende für unsere Freunde. So probierte ich aus dem Kochbuch “frisch + schnell” von Michele Cranston das schnelle Himbeersorbet mit pochierten Pfirsichen aus. Als knusprige Beilage gab es frische Löffelbiskuits dazu.

Zutaten für 6 Personen

Ca. 1/2 Tüte tiefgekühlte Himbeeren
6 reife Pfirsiche – nehmt die großen, schönen
500 g Zucker
1 Vanilleschote, 3-4 Zimtblüten
und einen Mixer

Einige Stunden vorher solltet Ihr die Pfirsiche vorbereiten, damit sie gut durchkühlen. Dazu die Pfirsiche entkernen und vierteln. 500g Zucker mit 1 Liter Wasser in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Die Vanilleschote längs aufschneiden und zusammen mit den Zimtblüten in den Zuckersirup geben. Dann die Pfirsiche hineingeben und bei mäßiger Hitze ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen. Danach die Pfirsiche mit einer Schaumkelle aus dem Sud nehmen und die Schale entfernen. Ich finde das geht besser, wenn die Pfirsiche noch warm sind.

Die gehäuteten Pfirsiche in ein Gefäß geben und mit dem Sud übergießen, das Ganze abkühlen lassen und danach im Kühlschrank kalt stellen.

Kurz vor dem Servieren das Himbeersorbet vorbereiten. Dazu die tiefgeforenen Himbeeren in einen Mixer geben und nach und nach beim Mixen etwas von dem Zuckersud der Pfirsiche zugeben, so dass ein schönes Sorbet entsteht. Vorsicht: Vanilleschote und Zimtblüten vorher entfernen! Schon kann serviert werden. Dazu die Pfirsiche aus dem Sud nehmen und auf einem Teller zusammen mit dem Sorbet und den Keksen anrichten. Viel Spaß!

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Gleich zwei herrliche Sommer-Salate: So schön ist Grillen

Nun neigt sich der Sommer langsam dem Ende, und wir nutzen wirklich jede Gelegenheit zum Grillen. Zweimal starteten wir allein an diesem sonnigen Wochenende durch. Für mich haben beim Grillen auch die Beilagen eine große Bedeutung, und so versuche ich, immer Abwechslung ins Spiel zu bringen. Neben den Klassikern wie dem Nudelsalat mit Tomaten, Mozzarella und Rucola, Kartoffelsalat mit Gurke und Flußkrebsen, Tomatenreis, Kartoffelstampf mit Olivenöl und Thymian oder kleine Pellkartoffeln mit Schinkensauce grillen wir auch gerne Gemüse und verfeinern es mit Gewürzen und Olivenöl. Nicht fehlen darf als Vorspeise aber ein schöner frischer Salat. Diese beiden gab es am Wochenende:

Eichblattsalat mit Frühlingszwiebeln und Blaubeeren

Eichblattsalat putzen, Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden, Blaubeeren waschen. Die Vinaigrette ist das wichtigste dabei. 1 guten Teel. Dijon Senf mit 1 -2 Teel. Honig mischen, 2 Essl. Essig (beispielsweise Weißweinessig) und einen Schluck Wasser zugeben und verrühren. Kräftig salzen und Pfeffern. Nun kommt der Clou: 2 Essl. meiner Geheimwaffe, dem Olivenöl mit Orange “Frantoi Cutrera”  aus Sizilien von Sanviva – haben sie leider noch nicht in ihrem Onlineshop, ist aber der Hammer, kann man sicherlich telefonisch bei Sandro bestellen, wenn er es vorrätig hat -, leicht darin verrühren und ganz nach Geschmack noch etwas normales gutes Olivenöl zugeben. Nun den Salat mit dem Dessing mischen und sofort genießen.

Feta-Melonen-Salat mit Oliven

Dieses Rezept und das Buch “frisch + schnell von Michele Cranston” habe ich bei Valentina’s Kochbuch.de gefunden und leicht abgewandelt gleich mal ausprobiert. 1 Päckchen Schafskäse und ca. 500 g Wassermelone etwa in gleich große Würfel schneiden. Statt Staudensellerie habe ich Frühlingszwiebeln genommen und in kleine Würfel geschnitten. Ein paar schwarze Oliven entkernen und kleinschneiden. Alle Zutaten auf einem Teller anrichten. Für das Dressing (habe die Dosis erhöht, war mit zu wenig Dressing) 4 Essl. Olivenöl mit 2 Essl. Rotweinessig (besser finde ich 1 Essl. frisch gepressten Zitronensaft zu verwenden) verrühren und über dem Salat verteilen. Zum Schluss das Ganze mit Minzblättern garnieren (im Rezept war es Zitronenmelisse) und etwas Fleur de Sel (steht nicht im Rezept) und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer über den Salat als Finish verteilen. Passt sehr gut zu gegrilltem Hühnchenfleisch.

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Landlust – Teil 2: Latwerge – hessischer Pflaumenmus im Ofen gemacht

Latwerge, ein ewig im Backofen eingekochter Pflaumenmus, ist für mich mit Abstand der leckerste Brotaufstrich. Er erinnert mich  immer an meine Kinderzeit, wenn meine Oma ihn gekocht hat. Dieser Duft, der aus dem Backofen aufsteigt, ist einfach wunderbar. Außerdem kann man diese Marmelade nicht im Supermarkt kaufen, da Zentis, Schwartau & Co. ihn so nicht anbieten. Neben Mirabellen haben uns unsere Freunde auch mit reichlich Zwetschgen versorgt  – also konnte es losgehen.

Zutaten

1 Eimer Zwetschgen entsteinen – ergibt ca. 4,5 kg entkerntes Obst
500 kg Zucker (reicht bei sehr süßen Zwetschgen vollkommen aus, wer es süßer mag, erhöht die Menge)
2 Zimtstangen, 3 Sternanis
Amaretto

Die entsteinten Zwetschgen mit dem Zucker mischen und am besten über Nacht in einem Bräter zugedeckt Saft (sollte nur zur Hälfte gefüllt sein – so schont Ihr Euren Backofen :-) ) ziehen lassen. Am nächsten Tag die Gewürze dazugeben und bei 180 Grad bei Ober- und Unterhitze im Backofen langsam schmoren lassen. Nicht umrühren. Aber zwischendurch die Ofentür immer mal wieder öffnen und den Wasserdampf entweichen lassen. Nach 4 Stunden prüfen, ob die Zwetschgen schön verkocht sind und die Konsistenz Euch passt. Es sollte ein schönes dunkles Mus entstanden sein. Wenn nicht, lasst es einfach noch eine Stunde länger schmoren.

Danach die Gewürze entfernen und alles mit einem Kochlöffel gut durchrühren und mit einem großzügigen Schluck Amaretto nach Wunsch abschmecken. Nun in sterile Gläser abfüllen. Fertig. Latwerge schmeckt übrigens auch sehr gut zu Münsterkäse.

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Landlust: Eingemachtes von der wilden Mirabelle

Achtung, nun wird es wie zu Oma’s Zeiten, die Landküche hat die neue/ess/klasse gepackt und ich habe Obst eingemacht und Marmelade gekocht. Unsere Freunde – genannt die Joshis – haben nämlich einen Garten in dessen wildem Treiben es einige Mirabellenbäume, die ebenfalls wilde Art, und Zwetschenbäume (für alle im Süden Zwetschgenbäume) gibt. Dort durfte ich ernten.

Aus den wilden Mirabellen kochte ich eine Marmelade mit Chili und Rosmarin verfeinert mit weißem Portwein. Den Rest machte ich als Ganze Früchte ein und verfeinerte diese mit frischer Vanilleschote. Hier die Rezepte:

Wilde Mirabellenmarmelade mit Chili, Rosmarin und weißem Portwein

Zutaten für 12-14 Gläser:
2 kg entsteinte Mirabellen
2kg Gelierzucker 1:1
1 Glas Orangensaft (Direktsaft mit Fruchtfleisch bzw. frischgepressten)
6 Esslöffel weißen Portwein
2-3 Teel getrocknete Chiliflocken (nach Geschmack und Mut)
4 Stegel frischen Rosmarin

Die entsteinten Mirabellen klein schneiden und in einem großen Topf mit dem Gelierzucker mischen. Der Topf sollte nur zur Hälfte mit dem Zucker und den Mirabellen gefüllt sein, damit später nichts überkocht. Orangensaft, Portwein und Rosmarin hinzugeben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Die Marmelade vier Minuten sprudelnd kochen lassen und zwischen durch den Schaum abschöpfen. In der letzten Minute die Chiliflocken hinzugeben und am besten die Marmelade kurz abschmecken.

Die heiße Marmelade in sterile Gläser abfüllen und sofort verschließen.

Die Marmelade schmeckt auch wunderbar zu Wildgerichten statt Preiselbeerkompott. Ich kann sie mir sogar sehr schmackhaft beim Grillen zu Lammfleisch vorstellen.

Eingemachte Mirabellen mit Vanille

Nun hatte ich noch 3,5 kg Mirabellen übrig. Zuerst wollte ich sie in Oma’s Einmachtopf einwecken. Das war mir aber bei dieser kleinen Menge zu aufwendig, das riesige Ding anzuwerfen. So blanchierte ich die Mirabellen kurz im Topf in einem Sud quasi als Kompott. Das ging so:

Zuerst die Einmachgläser in kochendem Wasser keimfrei machen. In einem anderen großen Topf je 1kg Früchte einen Sud aus 1 l Wasser, 100g Zucker (das reicht, da meine Früchte bereits sehr süß waren, man kann auch Honig oder Birnendicksaft verwenden), Saft einer halben Zitrone und eine halbe aufgeschnittene Vanillenschote aufkochen. Die Mirabellen mit Stein! in dem heißen Sud ca. 1-2 Minuten blanchieren. Die Früchte mit einer Schaumkelle aus dem Sud nehmen und vorsichtig in die Einmachgläser geben. Den Sud nochmals kurz aufkochen lassen und die Früchte im Glas damit übergießen, bis die Mirabellen vollkommen mit dem Sud bedeckt sind. Dann die Einmachgläser mit Gummiring, Glasdeckel und den Klammern verschließen.

Marmelade und Einmachgläser an einem dunklen, kühlen Ort lagern. Die Deckel müssen fest verschlossen sein.

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Gewinnspiel für alle Fans der Sylter Küche

Vor einiger Zeit habe ich darüber berichtet, wie gut mir das Sonderheft SANSIBAR von der Food-Zeitschrift Lecker gefällt. Das blieb nicht unentdeckt :-) , was mich sehr gefreut hat. So versorgte mich der Heinrich Bauer Verlag mit 10 Heften, die ich jetzt unter Euch verlosen möchte.

Also – ran an die Hefte: Mailt mir unter Kontakt oder als Kommentar, wenn Ihr an der Verlosung teilnehmen wollt. Name und eMail-Adresse reichen erstmal aus. Ich nehme dann mit den Gewinnern bezüglich der Versandadresse Kontakt auf. Unter allen Einsendern werden die 10 Ausgaben verlost und von mir persönlich versandt. Einsendeschluss ist der 31. August 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nun ist das Gewinnspiel rum: Vielen Dank für die rege Teilnahme! Die Gewinner werden in Kürze persönlich benachrichtigt.

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Octopus Komplex oder Köstlicher Pulpo mit Kartoffeln

An fischen Octopus, Krake, Polpo oder Pulpo, wie auch immer er genannt wird, habe ich mich in der Vergangenheit noch nicht drangetraut. Bisher habe ich mich immer auf die kleinere Variante, Kalmare (Calamari, Seppie, Polpi, Calamares), beschränkt. Ich war mir einfach nicht so sicher, ob ich das mit dem Garen so hinbekommen, dass er schön weich ist und nicht nach Gummi schmeckt.

Am Wochenende hatte ich nun meine erste meine Pulpo-Kochlektion bei unserer Freundin Brigitte. Um es vorweg zu nehmen, es war super lecker und nun traue ich mich auch ran, an das große Krakentier! Es gab Pulpo mit Kartoffeln.

Zutaten für 4 Personen:

1,5 bis 2 kg Pulpo am Stück
3-4 Weinkorken
Essigessenz
Salz und Pfeffer
Chiliflocken
1-2 Zitronen
1 Bund Petersilie
2-3 Zehen frischen Knoblauch
6-8 größere Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
gutes Olivenöl

Zubereitung:

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Danach mit ordentlich Salz, Pfeffer und einen gutem Schuss Essigessenz würzen. Den oder die Pulpos in das kochende Wasser geben. Die Weinkorken ebenfalls zu den Pulpos in den Topf geben. Sie sollen den Octopus weicher machen. Keine Ahnung, ob dem so ist, es hat aber funktioniert. Gelesen habe ich auch, dass manche den Octopus zu Beginn am Kopf festhalten und einige Male erst nur kurz mit seinen Armen in das kochende Wasser halten. Erst dann kommt er komplett in den Topf. Auch dies soll verhindern, dass er zäh wird. Ich denke mal, es hängt sicherlich auch mit der Qualität des Kraken zusammen. Auf alle Fälle den Pulpo ca. 30-40 Minuten weich köcheln lassen. Gegen Ende der Garzeit einfach mal probieren.

Zwischenzeitlich die Kartoffeln als Pellkartoffeln mit Schale in gesalzenem Wasser kochen.

Den Pulpo aus dem Sud nehmen, die Arme vom Krakenkörper abschneiden und am besten mit einem Küchenkrepp die Haut abreiben. Nun die Arme in feine Scheibchen schneiden. Das Mittelteil des Kopfes mit dem Auge entfernen, das weiche Fleisch ebenfalls fein schneiden. Alles in eine Schüssel geben und evtl. warm stellen. Nun die gekochen Kartoffeln pellen und in Würfel schneiden. Die Kartoffel mit dem Pulpo-Scheibchen mischen, die gehackte Petersilie und den Knoblauch gerieben unterheben. Mit Olivenöl, Salz, Chiliflocken und Zitronensaft abschmecken. Evtl. noch etwas von dem Kochsud dazugeben, wenn das Gericht zu trocken erscheint. Fertig: Sofort servieren, denn es sollte warm bis lauwarm gegessen werden.

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