Endlich muss man sagen, endlich konnten wir wieder ein bisschen grillen. Das schlechte Wetter machte eine Pause. Bereits am Donnerstag vor dem Fußball gab es frische leckere Burger vom Grill. Das war schon mal ein Highlight. Die Brötchen haben wir mit Olivenöl beträufelt und schön angegrillt. Die Frikadellen, bestehend aus Rinderhack, angerösteten Zwiebelwürfeln, Ei, Weckmehl und Senf, pikant abgeschmeckt und schön auf dem offenen Feuer gegrillt. Jeder konnte sich dann den Burger nach Tageslaune zusammenstellen (Zwiebeln, Majo, Ketchup, Salat, Käse, Tomaten…standen bereit). Auch Sting, unser Labrador, auch genannt ” Der Macho Enzo” oder “Ich-fresse-alles-und-bleibe-trotzdem-dünn-ätsch” hatte einen Glücksmoment, denn in einem unvorsichtigen Moment von Olaf – wir waren ja schon wegen des bevorstehenden Spiels etwas nervös – fiel doch so eine köstliche Burger-Frikadelle neben den Teller. Und schon war sie in Sting’s Maul verschwunden. Was so ein richtiger Labbi ist, der kann auch sehr heiße Sachen problemlos fressen. Brandblasen im Mund werden eh total überbewertet, und deswegen jammern ist etwas für Weicheier. Nun wird sein Platz beim Grillen natürlich immer direkt neben dem Grill sein, denn die Grill-Fee könnte es ja wieder gut mit ihm meinen, wenn er nur intensiv genug auf das Grillgut guckt.
Nun aber zu den Bananenblättern, denn am Sonntag wurde wieder Fisch gegrillt. Olaf kaufte die Doraden dafür ein. Die schlaue Verkäuferin empfahl ihm, die Doraden in Bananenblätter einzuwickeln und dann zu grillen. Das wäre viel besser, denn die Haut würde nicht am Grill festkleben und der Geschmack wäre auch noch besser – nach Bananenblatt halt. Das musste sie Olaf natürlich nicht zweimal sagen, obwohl ja nicht so genau klar war, wie Bananenblatt eigentlich schmeckt: Nach Banane, nach Blatt, nach beidem??? Außerdem isst man sie ja gar nicht mit…. hmmm.
So, nun füllte ich den Bauch meiner Doraden mit Kräutern und Zitrone, würzte sie und dann sollten sie in die bereits kreisrund zugeschnittenen Bananenblätter gepackt werden. Die natürlich zu klein waren und auch nicht sonderlich stabil. Was nicht passt, wird passend gemacht – ich bin ja eher ein ungeduldiger Mensch und habe Hunger. Die Blätter packte ich dann irgendwie um diese armen toden Fische und klemmte sie komplett in unsere dafür vorgesehenen Grill-Fischzangen.
Wie war’s? Naja, lecker wie immer, aber das Bananenblatt hätte es nicht gebraucht. Ganz ehrlich, ich habe geschmacklich keinen Unterschied gemerkt. Und leider war die Haut unter dem Bananenblatt natürlich nicht so knusprig wie sonst. Die Haut war dann eher so, dass man sie gleich abgezogen und beiseite gelegt hat.
FAZIT: Mit Bananenblättern ist man vielleicht unter den innovativen Profi-Grill-Meistern ganz weit vorn. In Wahrheit braucht man sie aber nicht, um einen ganzen köstlichen Fisch zu grillen. Und die Moral – lass Dir nicht alles von einer Verkäuferin aufschwatzen.



23. Juni 2008 um 15:45 Uhr
ist der aber süss, Euer Labrador!
23. Juni 2008 um 17:26 Uhr
ha,ha,ha……..gut zu wissen. Irgendwie habe ich mir das mit den Bananenblätter
immer schon so gedacht. Sieht ziemlich exotisch und beeindruckend aus, aber im Grunde kein Nutzen.
Martin
http://www.berlinkitchen.com
Pingback: Grillen 2008 - Teil 5: Die Grill-Fee und was bringen eigentlich … | Grillzeit
7. August 2008 um 13:18 Uhr
Hallo Grill-Fee! Wenn ich den Text richtig lese, ist einiges schief gegangen. Bananenblätter eignen sich am besten zum schonenden Garen der Speisen. Daher mein Tipp: Bananenblatt ca. 35cm lang und in voller breite schneiden; waschen und trocken tupfen. Danach das Blatt über den heissen Herd halten, damit das Blatt geschmeidiger wird (Öle kommen an die Oberfläche). Nun über einen Teller legen (damit eine Mulde entsteht) und in die Mitte des Blattes etwas Gemüse (z.B. Zwiebeln, Paprika) legen. Gewürze (frische Chilistücke, Pfeffer, Paprika) und zwei Zitronenscheiben legen. Darauf kommt nun der Fisch, am besten Filetstücke. Die restliche Zitrone darüber ausdrücken. Je nach Geschmack noch etwas Curry-Paste und zwei Ess-Löffel Cocos-Milch drauf. Nun das Blatt zu einem kompakten Päckchen falten, so dass alles dicht ist. Mit Küchenschnüren oder Zahnstocher fixieren. Auf dem Grill beide Seiten etwa 8-10 Minuten grillieren. Das Blatt bewirkt eine schonende Dampfgarung. En Guata!
7. August 2008 um 13:23 Uhr
Ups, Salz nicht vergessen
Und hier noch ein Link : http://www.foodnetwork.com/recipes/jamie-oliver/monkfish-wrapped-in-banana-leaves-with-ginger-cilantro-chile-and-coconut-milk-recipe/index.html oder
http://www.tefal.de/aktuell/bbq_08/downloads/RezeptKarte_Haehnchen.pdf