Unsere Dummy-Maus

Jäger, die besseren Menschen? Wem gehört der Wald?

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Das muss ich ja heute noch los werden. Wie Ihr wisst, esse ich sehr gerne Wild. Gerne beziehen wir das auch direkt von einem Jäger. Da haben wir auch Kontakt  zu !einem sehr netten Jäger! – und das ist wunderbar. Trotzdem finde ich diese Spezies von je her etwas seltsam. So eine eingeschworene Clique ist das, die in Wahrheit immer etwas Besseres ist: in a circle – ihr versteht. Die schießen halt im Wald auf Tiere – ok. Mein Papa ist ein excellenter Sportschütze und kann sicherlich besser schießen als die meisten Jäger. Und der ist gar nicht so! Scheint wohl ein Unterschied zu sein, ob man auf Tiere oder Scheiben schießen darf. Any way. Heute hatte ich nun eine Begegnung der Dritten Art mit einem solchen Jäger.

Ich war mit unseren Hunden im Wald spazieren. Dort gehen wir eigentlich häufiger. Ich lasse die beiden auch gerne frei laufen, weil sie eigentlich gut hören und auch nicht jagen. Sind ja Apportierhunde, das trainieren wir auch fleißig – aber auf Ansage. Ich bückte mich also, um die beiden abzuleinen. Da hörte ich aus dem Off die Stimme: “Leinen Sie Ihre Hunde sofort wieder an. Oder ich zeige Sie an”. Ich gehorchte und machte den Hund, den ich schon frei hatte wieder an. Und sagte, das ich es nicht wusste, dass ich hier die Hunde an der Leine halten muss. War mir wirklich neu, denn dort laufen alle Hunde frei durch den Wald. Mir ist dort schon einmal ein Hund ohne Leine und Herrchen in der Nähe eine ganze Weile nachgelaufen. Aber “Grünen Männern” gehorcht man.

Ich lies sie auch den kompletten Weg festgemacht. Auf dem Rückweg zu meinem Auto kam mir besagter Jäger entgegen und hatte sich meine Autonummer notiert. Mein Auto stand zulässig am Waldrand.

Dann erzählte er mir eine Geschichte, dass er meine Hunde von Welpe auf kennt. Ich sagte, dass ich mir das nicht vorstellen kann, da die beiden altersmäßig recht weit auseinander sind. Wir würden hier auch nachts die Hunde im Wald rumstöbern lassen. Das kann überhaupt nicht sein, sagte ich. Sie würden nicht auf dem Weg bleiben, das würde man schon sehen, wenn sie bei mir an der Leine laufen. Mein Mann würde im Wald einfach parken … Und und und.

Ich dachte mir, will der mich jetzt einschüchtern? Was hat der eigentlich für eine rechtliche Handhabe gegen mich? Die Hunde haben nichts gemacht. Sie sind keinem Wild hinterhergerannt und sind ganz normal an der Leine gelaufen. … Das ging weiter bis zu, wo wir in die Hundeschule gehen würden. Und das wären Jagdhunde. Ich sagte ja, aber Aportierhunde. Die holen das Wild auf Kommando aus dem Wald und das trainieren wir auch mit Dummys beim LCD (Labrador Club Deutschland).

Ich versprach ihm, und das ist auch mein voller Ernst, denn ich habe gar keinen Bock mehr da laufen zu gehen, dass ich bestimmt in seinem Wald nicht mehr mit den Hunden laufen würde!

Kurze Rede – gar kein Sinn (wie Marion immer sagt): Sind Jäger bessere Menschen? Weil sie etwa so ein grünes Outfit haben und auf Wild schießen? Was soll das eigentlich? Wem gehört denn der Wald? Darf ein nicht “Grüner Mensch” da überhaupt atmen? Im Endeffekt war er nur sauer, weil er gerade Wild schießen wollte, als ich ihm “auf dem offiziellen Waldweg” mit meinen beiden Hunden vor die Flinte lief und ihm das Wild vertrieben habe. Armer Mann – kein warmes Abendessen :-) .

3 Kommentare

  1. Klingt nach einem ziemlichen Korrintenk… (Entschuldigung!)

  2. Viele Hunde jagen, was sie erwischen können. Das Tier muss nur weglaufen um ihren Jagd, bzw. Spieltrieb zu wecken.
    Wann auch immer Hunde Schäden im Wald verursachen und dazu zählt auch das unnötige aufscheuchen von Tieren, fällt zu 100% der Satz: “Mein Hund tut niemandem etwas!” Oder auch “Das hat der noch nie gemacht.”
    Das kann durchaus stimmen, aber es hilft keinem.
    Es sind die gleichen Sätze wie nach einem Angriff auf Menschen.
    Deshalb gibt es die Leinenplicht und das ist auch gerechtfertigt.
    Die Hunde trifft dabei keine Schuld, es sind Tiere, die ihren Instinkten nachgehen.
    Der Grund, warum Hunde zum Problem werden können, sind die Besitzer.
    Diese bringen dem Hund nichts bei, obwohl viele Hunde von natur aus gerne lernen. Sie sind in vielen Fällen nicht in der Lage einen Hund zu erziehen, obwohl Hunde mit klaren Kommandos viel besser zurecht kommen als für sie unverständlicher und zusammenhangsloser Kritik.
    Es ist gut, wenn Jäger so etwas anprangern, denn kaum jemand hat noch einen Überblick, was im Wald passiert. Für gewöhnlich sieht man kaum Wildtiere und deshalb fällt auch niemandem auf, wenn sie geschädigt werden. Jäger und Förster fühlen sich verantwortlich für den Wald, es mag ja auch sons keiner machen.

  3. @Elch: Das kann ich ja verstehen. Trifft aber bei mir nicht zu. Es kann nicht sein, dass ein Jäger einen anmacht, nur weil man im Wald sparzieren geht – mit Leine., nur weil man ihn durch die pure Anwesenheit auf dem Weg beim Ansitzen stört. Das funktioniert nicht. Er geht seinem Hobby nach und ich auch. Meine Hunde sind nicht hinter dem Wild hergerannt. Dann sollen Sie ein Schild aufstellen: Wir jagen – sparzieren jetzt verboten.

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