Melli's Lasagne

Lasagne: Leider liebe ich diesen Klassiker

| 22 Kommentare

Manchmal ist eine selbst gemachte Lasagne einfach ein Muss. Und mein Lieblingsspruch zu Aufläufen: “… man hat die Küche schon sauber, wenn serviert wird.” So auch bei Lasagne. Es gibt sicherlich 1000 Rezepte für die perfekte Lasagne, aber ich mag meine eigene am liebsten und die geht so – eigentlich mache ich sie nach Gefühl, ich versuche es mal:

Rezept für 4 Personen

Wenn man Zeit hat, sollte man die Nudeln am besten auch selbst machen, denn das kommt noch besser. Es gehen aber auch fertige Nudelblatten (ca. 1/2 Päckchen).
Für den Nudelteig – Frau Cornelia Polettos Teig, der funktioniert super:
250 g Hartweizengrieß, 150 g Mehl, 4 Eier, etwas Salz und Hartweizengrieß zum späteren Verarbeiten. Den Hartweizengrieß und das Mehl auf der Arbeitsplatte mit etwas Salz mischen. Die Eier – hier sind es M-Eier, hat man L-Eier, einfach noch ein bisschen Mehl mehr nehmen, sonst ist der Teig zu klebrig – in eine Mulde in der Grieß/Mehl-Mischung aufschlagen. Alles vorsichtig miteinander zu einen homogenen Teig zusammenkneten und mind. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Danach kleine Portionen durch die Nudelmaschine laufen lassen und den Teig nach und nach zu dünnen Blättern ausnudeln. Je dünner je besser. Zwischendurch den Teig immer mit etwas Hartweizengrieß bestreuen. Das ist total meditativ. Ich habe eine Nudelaufsatz für meine Kitchenaid, da brauche ich auch keine “drei” Hände und es geht total entspannt vor sich, selbst wenn man so ungeduldig ist wie ich. Die Nudelblätter in handliche Nudelplatten schneiden, so dass sie gut in die Auflaufform passen. Die Nudeln in kochendem Salzwasser vorkochen, abschrecken und unbedingt auf einem sauberen Küchentuch abtrocken lassen. Zusammenkleben durch einzelnes Kochen und ausgebreitetes Liegen vermeiden!

Während der Teig im Kühlschrank ruht kann man schon hervorragend die Hackfleischsauce kochen!

500g Rinderhack (ich nehme nur Rind, geht natürlich auch mit gemischtem Hack oder Wildhack), 2-3 fein gewürfelte Zwiebeln, 2 fein gehackte Knoblauchzehen, 1 geraspelte Möhre, 2 Essl. Tomatenmark, etwas Puderzucker, 1 gr. Dose Tomaten grob zerteilt, ca. 1 Glas Rotwein, 1 gr. Tasse Rinderfond, ein Gewürzsäckchen mit 1 Lorbeerblatt, je 1-2 Zweigen Rosmarin, Thymian, Oregano – was man so hat, 1 Stange Zimt und etwa 1 Teel. schwarze Pfefferkörner, später dann noch Salz, Olivenöl, etwas Butter und Cayennepfeffer sowie etwas frisches Basilikum und Petersilie – wer mag.

In einem Topf in etwas Olivenöl die Zwiebeln mit dem Knoblauch und den Möhren anschwitzen. Wieder rausnehmen. Hack gut nach und nach anbraten. Zwiebeln & Co. wieder dazu. Dann mit Puderzucker leicht bestäuben, Tomatenmark dazu und anbraten. Mit Rotwein ablöschen und diesen komplett einkochen lassen. Tomaten und Fond dazu. Schon mal etwas Salz und das Gewürzsäckchen dazu geben. Nun alles leise vor sich hin köcheln lassen. Bestimmt 60 Minuten. Danach mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Das Gewürzsäckchen entnehmen und fein gehacktes Petersilie und/oder Basilikum hinzugeben. Ein Stückchen kalte Butter unterrühren.

Gegen Ende der Garzeit die Nudeln vorbereiten – siehe oben oder gleich aus dem Päckchen. Evtl. Käse reiben, wenn man nicht geriebenen gekauft hat, Ofen auf 180-200 Grad vorheizen und gaaaanz wichtig die Bechamelsauce zubereiten. Diese ist sehr wichtig! Ich mache die immer so, ob wohl es nicht ganz nach Lehrbuch ist:

1 Essl. Butter in einem Topf erhitzen, 1 Essl. Mehr dazu geben, ca. 150 ml oder nach Gefühl :-) süße Sahne dazugeben und ca. 400 ml Milch. Unter Rühren das ganze zum Kochen bringen, kurz aufkochenlassen, vom Herd nehmen und mit etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Jetzt sind alle Vorbereitung erledigt. Auflaufform ausbuttern und nun schichtweise befüllen: Hackfleischsauce, Nudeln, Bechamel, etwas geriebenen Käse, Hackfleisch, Nudeln, Bechamel, Käse, Hack….. bis die Form gefüllt ist. Mit einer dicken Schicht Käse enden. Dann geht es für 30 Minuten (bei Nudeln aus dem Päckchen ca. 40 Minuten) in den Ofen zum Überbacken geben – fertig und lecker!! Ich hoffe, ich habe nix vergessen.

22 Kommentare

  1. Die Einleitung hört sich fast so an, als ob Du Dich rechtfertigst, dass Dir Lasagne schmeckt. Ich finde es ein köstliches Gericht, gerade auch mit Deiner Rezeptur.

  2. Die Einleitung hört sich nicht nur fast so an, sondern sie hört sich so an. Ich muss sagen, dass ich das schlimm finde. Denn man darf doch solche Sachen gern essen und es macht doch auch Spaß eine Lasagne selbst zu machen. Ich esse sie sehr gerne allerdings muss ich gestehen, dass ich meine nicht selber machen sondern fertig kaufe. Mir ist das zu viel Arbeit. Aber sie schmeckt köstlich und ich möchte nicht ohne leben. Also ich finde nicht, dass du ein schlechtes Gewissen haben musst weil du gern Lasagne isst.

  3. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen, ich liebe Lasagne und besonders wenn sie selbst gemacht ist. Keine gekaufte Lasagne kann da mithalten. Dein Rezept kannte ich noch nicht und somit werde ich es gleich morgen ausprobieren. Ich gebe immer zwei Esslöffel Creme-Frech mit in die Soße, schmeckt mir sehr gut.

  4. Also Lasagne gehört auch zu meinen Lieblingsgerichten, unter Anderem weil fast alle italienischen Rotweine dazu passen. %-) Auch unser Jüngster steht total drauf. Mit der Bechamelsauce bin ich allerdings immer ziemlich faul und mische nur Milch, Sahne und geriebenen Parmesan, das klappt erstaunlich gut. Im Fernsehen hatten sie neulich eine Variante, bei der man noch Steinpilze und Kochschinken hineinschichtet, das schmeckt ebenfalls hervorragend.

  5. “Lasagne: leider liebe ich diesen Klassiker” ist wirklich nicht die schönste Überschrift für ein so leckeres Gericht. Da muß man sich nicht für schämen. Allein schon der Duft, wenn die Ofentür aufgemacht wird, ein Traum!! Es muß nicht immer was extravagantes sein, die Lasagne in welcher Form auch immer, trifft fast jeden Geschmack.

  6. Also ich finde Lasagne in der Herkömmlichen Variante nicht so gut. Liegt eben daran das ich kein Hackfleisch mag. Mit Gemüse aber ist Lasagne ein tolles Essen.

  7. Also Lasagne ist mit Abstand meine Liebingsspeise! Diesen Rezept werden wir ausprobieren! Vielen Dank!

  8. warum eigentlich “leider”?
    Ich könnte mich in Lasagne reinsetzen…muss mich aber zurückhalten- bekomme sonst Ärger mit dem Rest der Family ;-)

    Rezeptur hin oder her- jeder hat doch einen anderen Geschmack aber komischerweise wenn sie auf dem Tisch steht muss man aufpassen, das man noch was abbekommt.

  9. Laktosefrei

    Zutaten: 1 Packung Lasagneblätter
    Tomatensoße mit Gemüse oder mit Hackfleisch
    (doppelte Menge)
    Bechamelsoße
    150 g frisch geriebenen Parmesan
    etwas Butter (oder laktosefreie Margarine)

    Zubereitung: Die Soßen nach den vorhandenen Rezepten
    zubereiten.
    Die Lasagneplatten in einem großen Topf in
    kochendem Wasser mit Salz und etwas Öl 12 Min.
    kochen. Mit dem Schaumlöffel rausnehmen, auf eine
    Platte legen, nicht übereinander, sonst kleben sie
    zusammen. (Ich koche sie in 2 Etappen)
    Eine Auflaufform ausfetten, den Boden mit
    Tomatensoße bedecken, 2 – 3 Eßl. Bechamelsoße
    dazutun, verrühren, etwas Parmesan darüberstreuen.
    Jetzt eine Schicht Lasagneplatten darauflegen, wieder
    mit Soße und Käse bedecken. So weiter machen bis
    die Lasagneplatten und die Soße verbraucht ist. Zum
    Schluß mit Soße und Käse bedecken, Butter oder
    Margarineflöckchen drauftun. Im vorgeheizten
    Backofen bei 180 – 200° 30 Min. backen. Vor dem
    Servieren ein paar Minuten stehen lassen.

    …und schmecken lassen….

  10. Vielen Dank für dein Rezept, werde es mal nachkochen und dann Berichten.

    Gruß
    Markus

  11. hallo,

    (hallo Hundefutter), für wen willst Du denn das Rezept nachkochen? Doch nicht etwa für Deine Hunde? ;-) ) Na freue mich schon auf den Bericht…wuff.

    Nee, aber mal ganz im Ernst- Lasagne ist eine geniale Erfindung (egal von wem und in welcher Konstellation).

    vg und lasst es Euch schmecken!

  12. uiii, das sieht lecker aus. Ich liebe Lasagne in allen Varianten auch mit Spinat aber diese Version werde ich in den nächsten Tagen mal testen. danke scheint ein wirklich tolles Rezept zu sein.

  13. Hallo,
    möchte Euch natürlich mein (Geheim)-rezept nicht vorenthalten :-)
    Zutaten – Lasagne mit Hackfleisch
    500 gr. Lasagnenudeln ohne Vorkochen
    Hackfleischsoße: 500gr. gemischtes Hackfleisch, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Eßl. Mehl, 2 Dosen geschälte Tomaten, 2 Eßl. Sahne, Kräuter, Pfeffer, Salz; Bechamelsoße: 2 Eßl. Mehl, 2 Eßl. Butter, 1 Liter Milch, geriebenen Parmesan, Salz, Pfeffer, Muskat; Spinat: 500 gr. Blattspinat tiefgefroren, 1 Zwiebel, Salz, Pfeffer, Muskat
    Zubereitung – Lasagne mit Hackfleisch
    Hackfleischsoße: Zwiebeln klein schneiden und mit dem Knoblauch anbraten. Sobald die zwiebeln goldbraun sind, das Hackfleisch dazugeben und anbraten. Wenn das Hackfleisch gut durchgebraten ist, die Soße mit einem Esslöffel Mehl binden. Danach die Tomaten zugeben, mit Pfeffer und Salz abschmecken und leicht köcheln. Zum Schluss Sahne zugeben.
    Bechamelsoße: Butter in einem Topf flüssig werden lassen, dann Mehl zugeben und etwas anschmelzen.
    Milch nach und nach unter Rühren dazugießen, würzen und aufkochen lassen. Parmesan unterrühren, nicht mehr aufkochen.
    Zwiebeln andünsten und den Spinat dazugeben. Das ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
    Den Boden der flachen Auflaufform mit Bechamelsoße bedecken. Danach eine Schicht Nudeln und eine Schicht Hackfleischsoße einfüllen. Als nächstes kommen Nudeln, dann der Spinat mit Bechamelsoße, Nudeln und wieder Hackfleischsoße. Zum Schluss wird das ganze noch einmal mit Nudeln und diese wiederum vollständig mit Bechamelsoße bedeckt.

    Aber egal wie- Lasagne geht immer…

    vg an alle “Ess”-Fans

  14. Pingback: Ravioli mit Auberginen-Ricotta-Füllung und das Raviolamp Chef | neue/ess/klasse

  15. Gibt es irgendetwas besseres als Lasagne? Mit viel Käse? Herrlich! :-)

  16. Ich mag Lasagne, werde dein Rezept bald nachkochen. Danke

  17. echt super lecker

  18. ich weiss gleich schon was ich machen werde ;)

  19. Huhu,

    also Melanie ich muss sagen: “Ein erstklassiges Rezept!”. Ich hatte gestern meine Eltern zu besuch – alle waren begeistert!

    und wie du schon sagst: “Wenn das Essen fertig ist, ist die Küche schon sauber!” – besonders gut wenn man auch noch in der Küche essen muss! :)

    grüße, bis die Tage!

  20. Hallo Flo, freut mich sehr. Lieben Gruß Melanie – bis Mi

  21. Wenn ich so viel Lasagne essen könnte wie ich wollte hätte ich wahrscheinlich schon das doppelte an Gewicht. Hat ja schon einiges an Kalorien, die liebe Lasagne

  22. Pingback: Leichte Sommer-Lasagne mit Spinat, Rinderhackfleisch und Kohlrabi | neue/ess/klasse - das blog für gutes essen und stilvolle gastlichkeit

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

Connect with Facebook

*


*