Manchmal ist eine selbst gemachte Lasagne einfach ein Muss. Und mein Lieblingsspruch zu Aufläufen: “… man hat die Küche schon sauber, wenn serviert wird.” So auch bei Lasagne. Es gibt sicherlich 1000 Rezepte für die perfekte Lasagne, aber ich mag meine eigene am liebsten und die geht so – eigentlich mache ich sie nach Gefühl, ich versuche es mal:
Rezept für 4 Personen
Wenn man Zeit hat, sollte man die Nudeln am besten auch selbst machen, denn das kommt noch besser. Es gehen aber auch fertige Nudelblatten (ca. 1/2 Päckchen).
Für den Nudelteig – Frau Cornelia Polettos Teig, der funktioniert super:
250 g Hartweizengrieß, 150 g Mehl, 4 Eier, etwas Salz und Hartweizengrieß zum späteren Verarbeiten. Den Hartweizengrieß und das Mehl auf der Arbeitsplatte mit etwas Salz mischen. Die Eier – hier sind es M-Eier, hat man L-Eier, einfach noch ein bisschen Mehl mehr nehmen, sonst ist der Teig zu klebrig – in eine Mulde in der Grieß/Mehl-Mischung aufschlagen. Alles vorsichtig miteinander zu einen homogenen Teig zusammenkneten und mind. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Danach kleine Portionen durch die Nudelmaschine laufen lassen und den Teig nach und nach zu dünnen Blättern ausnudeln. Je dünner je besser. Zwischendurch den Teig immer mit etwas Hartweizengrieß bestreuen. Das ist total meditativ. Ich habe eine Nudelaufsatz für meine Kitchenaid, da brauche ich auch keine “drei” Hände und es geht total entspannt vor sich, selbst wenn man so ungeduldig ist wie ich. Die Nudelblätter in handliche Nudelplatten schneiden, so dass sie gut in die Auflaufform passen. Die Nudeln in kochendem Salzwasser vorkochen, abschrecken und unbedingt auf einem sauberen Küchentuch abtrocken lassen. Zusammenkleben durch einzelnes Kochen und ausgebreitetes Liegen vermeiden!
Während der Teig im Kühlschrank ruht kann man schon hervorragend die Hackfleischsauce kochen!
500g Rinderhack (ich nehme nur Rind, geht natürlich auch mit gemischtem Hack oder Wildhack), 2-3 fein gewürfelte Zwiebeln, 2 fein gehackte Knoblauchzehen, 1 geraspelte Möhre, 2 Essl. Tomatenmark, etwas Puderzucker, 1 gr. Dose Tomaten grob zerteilt, ca. 1 Glas Rotwein, 1 gr. Tasse Rinderfond, ein Gewürzsäckchen mit 1 Lorbeerblatt, je 1-2 Zweigen Rosmarin, Thymian, Oregano – was man so hat, 1 Stange Zimt und etwa 1 Teel. schwarze Pfefferkörner, später dann noch Salz, Olivenöl, etwas Butter und Cayennepfeffer sowie etwas frisches Basilikum und Petersilie – wer mag.
In einem Topf in etwas Olivenöl die Zwiebeln mit dem Knoblauch und den Möhren anschwitzen. Wieder rausnehmen. Hack gut nach und nach anbraten. Zwiebeln & Co. wieder dazu. Dann mit Puderzucker leicht bestäuben, Tomatenmark dazu und anbraten. Mit Rotwein ablöschen und diesen komplett einkochen lassen. Tomaten und Fond dazu. Schon mal etwas Salz und das Gewürzsäckchen dazu geben. Nun alles leise vor sich hin köcheln lassen. Bestimmt 60 Minuten. Danach mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Das Gewürzsäckchen entnehmen und fein gehacktes Petersilie und/oder Basilikum hinzugeben. Ein Stückchen kalte Butter unterrühren.
Gegen Ende der Garzeit die Nudeln vorbereiten – siehe oben oder gleich aus dem Päckchen. Evtl. Käse reiben, wenn man nicht geriebenen gekauft hat, Ofen auf 180-200 Grad vorheizen und gaaaanz wichtig die Bechamelsauce zubereiten. Diese ist sehr wichtig! Ich mache die immer so, ob wohl es nicht ganz nach Lehrbuch ist:
1 Essl. Butter in einem Topf erhitzen, 1 Essl. Mehr dazu geben, ca. 150 ml oder nach Gefühl
süße Sahne dazugeben und ca. 400 ml Milch. Unter Rühren das ganze zum Kochen bringen, kurz aufkochenlassen, vom Herd nehmen und mit etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Jetzt sind alle Vorbereitung erledigt. Auflaufform ausbuttern und nun schichtweise befüllen: Hackfleischsauce, Nudeln, Bechamel, etwas geriebenen Käse, Hackfleisch, Nudeln, Bechamel, Käse, Hack….. bis die Form gefüllt ist. Mit einer dicken Schicht Käse enden. Dann geht es für 30 Minuten (bei Nudeln aus dem Päckchen ca. 40 Minuten) in den Ofen zum Überbacken geben – fertig und lecker!! Ich hoffe, ich habe nix vergessen.


10. Februar 2009 um 17:55 Uhr
Die Einleitung hört sich fast so an, als ob Du Dich rechtfertigst, dass Dir Lasagne schmeckt. Ich finde es ein köstliches Gericht, gerade auch mit Deiner Rezeptur.
14. Februar 2009 um 14:59 Uhr
Die Einleitung hört sich nicht nur fast so an, sondern sie hört sich so an. Ich muss sagen, dass ich das schlimm finde. Denn man darf doch solche Sachen gern essen und es macht doch auch Spaß eine Lasagne selbst zu machen. Ich esse sie sehr gerne allerdings muss ich gestehen, dass ich meine nicht selber machen sondern fertig kaufe. Mir ist das zu viel Arbeit. Aber sie schmeckt köstlich und ich möchte nicht ohne leben. Also ich finde nicht, dass du ein schlechtes Gewissen haben musst weil du gern Lasagne isst.
16. Februar 2009 um 22:35 Uhr
Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen, ich liebe Lasagne und besonders wenn sie selbst gemacht ist. Keine gekaufte Lasagne kann da mithalten. Dein Rezept kannte ich noch nicht und somit werde ich es gleich morgen ausprobieren. Ich gebe immer zwei Esslöffel Creme-Frech mit in die Soße, schmeckt mir sehr gut.
17. Februar 2009 um 15:57 Uhr
Also Lasagne gehört auch zu meinen Lieblingsgerichten, unter Anderem weil fast alle italienischen Rotweine dazu passen. %-) Auch unser Jüngster steht total drauf. Mit der Bechamelsauce bin ich allerdings immer ziemlich faul und mische nur Milch, Sahne und geriebenen Parmesan, das klappt erstaunlich gut. Im Fernsehen hatten sie neulich eine Variante, bei der man noch Steinpilze und Kochschinken hineinschichtet, das schmeckt ebenfalls hervorragend.
2. März 2009 um 17:06 Uhr
“Lasagne: leider liebe ich diesen Klassiker” ist wirklich nicht die schönste Überschrift für ein so leckeres Gericht. Da muß man sich nicht für schämen. Allein schon der Duft, wenn die Ofentür aufgemacht wird, ein Traum!! Es muß nicht immer was extravagantes sein, die Lasagne in welcher Form auch immer, trifft fast jeden Geschmack.
20. Mai 2009 um 06:25 Uhr
Also ich finde Lasagne in der Herkömmlichen Variante nicht so gut. Liegt eben daran das ich kein Hackfleisch mag. Mit Gemüse aber ist Lasagne ein tolles Essen.
30. Juni 2009 um 23:45 Uhr
Also Lasagne ist mit Abstand meine Liebingsspeise! Diesen Rezept werden wir ausprobieren! Vielen Dank!
14. Juli 2009 um 13:22 Uhr
warum eigentlich “leider”?
Ich könnte mich in Lasagne reinsetzen…muss mich aber zurückhalten- bekomme sonst Ärger mit dem Rest der Family
Rezeptur hin oder her- jeder hat doch einen anderen Geschmack aber komischerweise wenn sie auf dem Tisch steht muss man aufpassen, das man noch was abbekommt.
14. Juli 2009 um 13:25 Uhr
Laktosefrei
Zutaten: 1 Packung Lasagneblätter
Tomatensoße mit Gemüse oder mit Hackfleisch
(doppelte Menge)
Bechamelsoße
150 g frisch geriebenen Parmesan
etwas Butter (oder laktosefreie Margarine)
Zubereitung: Die Soßen nach den vorhandenen Rezepten
zubereiten.
Die Lasagneplatten in einem großen Topf in
kochendem Wasser mit Salz und etwas Öl 12 Min.
kochen. Mit dem Schaumlöffel rausnehmen, auf eine
Platte legen, nicht übereinander, sonst kleben sie
zusammen. (Ich koche sie in 2 Etappen)
Eine Auflaufform ausfetten, den Boden mit
Tomatensoße bedecken, 2 – 3 Eßl. Bechamelsoße
dazutun, verrühren, etwas Parmesan darüberstreuen.
Jetzt eine Schicht Lasagneplatten darauflegen, wieder
mit Soße und Käse bedecken. So weiter machen bis
die Lasagneplatten und die Soße verbraucht ist. Zum
Schluß mit Soße und Käse bedecken, Butter oder
Margarineflöckchen drauftun. Im vorgeheizten
Backofen bei 180 – 200° 30 Min. backen. Vor dem
Servieren ein paar Minuten stehen lassen.
…und schmecken lassen….
5. August 2009 um 14:29 Uhr
Vielen Dank für dein Rezept, werde es mal nachkochen und dann Berichten.
Gruß
Markus
10. August 2009 um 13:59 Uhr
hallo,
(hallo Hundefutter), für wen willst Du denn das Rezept nachkochen? Doch nicht etwa für Deine Hunde?
) Na freue mich schon auf den Bericht…wuff.
Nee, aber mal ganz im Ernst- Lasagne ist eine geniale Erfindung (egal von wem und in welcher Konstellation).
vg und lasst es Euch schmecken!
19. August 2009 um 18:00 Uhr
uiii, das sieht lecker aus. Ich liebe Lasagne in allen Varianten auch mit Spinat aber diese Version werde ich in den nächsten Tagen mal testen. danke scheint ein wirklich tolles Rezept zu sein.
8. September 2009 um 12:14 Uhr
Hallo,
möchte Euch natürlich mein (Geheim)-rezept nicht vorenthalten
Zutaten – Lasagne mit Hackfleisch
500 gr. Lasagnenudeln ohne Vorkochen
Hackfleischsoße: 500gr. gemischtes Hackfleisch, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Eßl. Mehl, 2 Dosen geschälte Tomaten, 2 Eßl. Sahne, Kräuter, Pfeffer, Salz; Bechamelsoße: 2 Eßl. Mehl, 2 Eßl. Butter, 1 Liter Milch, geriebenen Parmesan, Salz, Pfeffer, Muskat; Spinat: 500 gr. Blattspinat tiefgefroren, 1 Zwiebel, Salz, Pfeffer, Muskat
Zubereitung – Lasagne mit Hackfleisch
Hackfleischsoße: Zwiebeln klein schneiden und mit dem Knoblauch anbraten. Sobald die zwiebeln goldbraun sind, das Hackfleisch dazugeben und anbraten. Wenn das Hackfleisch gut durchgebraten ist, die Soße mit einem Esslöffel Mehl binden. Danach die Tomaten zugeben, mit Pfeffer und Salz abschmecken und leicht köcheln. Zum Schluss Sahne zugeben.
Bechamelsoße: Butter in einem Topf flüssig werden lassen, dann Mehl zugeben und etwas anschmelzen.
Milch nach und nach unter Rühren dazugießen, würzen und aufkochen lassen. Parmesan unterrühren, nicht mehr aufkochen.
Zwiebeln andünsten und den Spinat dazugeben. Das ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Den Boden der flachen Auflaufform mit Bechamelsoße bedecken. Danach eine Schicht Nudeln und eine Schicht Hackfleischsoße einfüllen. Als nächstes kommen Nudeln, dann der Spinat mit Bechamelsoße, Nudeln und wieder Hackfleischsoße. Zum Schluss wird das ganze noch einmal mit Nudeln und diese wiederum vollständig mit Bechamelsoße bedeckt.
Aber egal wie- Lasagne geht immer…
vg an alle “Ess”-Fans
Pingback: Ravioli mit Auberginen-Ricotta-Füllung und das Raviolamp Chef | neue/ess/klasse
17. September 2009 um 08:40 Uhr
Gibt es irgendetwas besseres als Lasagne? Mit viel Käse? Herrlich!
20. September 2009 um 09:24 Uhr
Ich mag Lasagne, werde dein Rezept bald nachkochen. Danke
5. März 2010 um 16:32 Uhr
echt super lecker
18. März 2010 um 15:31 Uhr
ich weiss gleich schon was ich machen werde
9. Mai 2010 um 08:30 Uhr
Huhu,
also Melanie ich muss sagen: “Ein erstklassiges Rezept!”. Ich hatte gestern meine Eltern zu besuch – alle waren begeistert!
und wie du schon sagst: “Wenn das Essen fertig ist, ist die Küche schon sauber!” – besonders gut wenn man auch noch in der Küche essen muss!
grüße, bis die Tage!
10. Mai 2010 um 07:29 Uhr
Hallo Flo, freut mich sehr. Lieben Gruß Melanie – bis Mi
23. August 2010 um 18:43 Uhr
Wenn ich so viel Lasagne essen könnte wie ich wollte hätte ich wahrscheinlich schon das doppelte an Gewicht. Hat ja schon einiges an Kalorien, die liebe Lasagne
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