Ein Bullenkotelett für zwei am Wahlsonntag

Bereits seit Monaten – gefühlten Jahren – steht mein Olaf an unserer Fleischtheke vor den Bullenkoteletts und sehnt sich danach, dass ich endlich mal ein solches für uns zubereite. Rinderkoteletts bekommt man in Deutschland eigentlich nur auf spezielle Vorbestellung, und nun liegen sie einfach herrenlos in der Kühltheke. Da ich in Wahrheit so gar kein Kotelett-Fan bin, habe ich mich immer gedrückt und eine Ausrede gefunden, ein solches nicht kaufen und kochen zu müssen :-) .

Am Samstag war ich alleine einkaufen und … kaufte eins! Zwischendurch ist es ja gar nicht schlecht, seinem Liebsten mal einen Herzenswunsch zu erfüllen. Also brachte ich ein tolles riesiges Stück Bullenkotelett als Überraschung mit nach Hause. Olaf’s Augen glänzten beim Anblick seines Koteletts.

Welcher Tag könnte für so ein kulinarisches Highlight besser passen als der Wahlsonntag der Bundestagswahl! Immerhin entscheidet dieser über unser aller Zukunft. Ob das Festmal nun zum Wahlergebnis passte, das lasse ich an dieser Stelle offen. Wir wollen ja nicht politisch werden. Das bleibt unser Geheimnis :-) .

Wichtig ist, das Bullenkotelett ist geglückt. Und so haben wir es gemacht:

Den Backofen auf 80-100 Grad vorheizen. Das Fleisch im Ganzen mit Salz und Pfeffer würzen. (Ihr kennt die Streitfrage: Würzen vor oder nach dem Braten, verbrennt der Pfeffer oder nicht. Ich halte es mit Stefan Marquard und würze vorher). Dann habe ich das Fleisch mit Öl eingerieben (nicht die Pfanne ölen!) und in die heiße Grillpfanne zum Anbraten gepackt. Schön kräftig rundherum anbraten!

Dannach kam das gute Stück auf ein Blech und ich habe es großzügig mit frischem Knoblauch und frischen Kräutern (Rosmarin, Thymian, Oregano und was ich sonst noch im Garten hatte) belegt. Darauf packte ich noch zwei Kräuterbutterstückchen. Nun kam es in den Backofen und durfte dort langsam weiter garen. Da das mit dem Garpunkt so eine Sache ist, benutzten wir unser Bratthermometer. Das ist eine super sichere Sache und wir konnten in Ruhe die Hochrechnungen der Bundestagswahl im Fernsehen verfolgen.

Erreicht das Fleisch im Inneren 60-65 Grad, dann ist es medium und kann raus. Für 5 Minuten packte ich es dann noch in Alufolie und lies es ruhen. Jetzt wurde es spannend. Olaf durfte “sein” Bullenkotelett aufschneiden: Wir waren zufrieden :-) ! Ich muss gestehen, trotz meiner Abneigung gegen Kotelett, war es super lecker, saftig und sehr sehr zart.

Ich fürchte nur, das ist jetzt Olaf’s Lieblingsessen, und vor der Fleischtheke steht er weiterhin mit sehnsüchtigem Blick auf die Bullenkoteletts gerichtet…

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Eine Antwort auf “Ein Bullenkotelett für zwei am Wahlsonntag”

  1. Wow…danke für die gute Beschreibung des Vorgangs. Das werdew ich Kürze einmal testen müssen glaube ich ;-)

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