Achtung, nun wird es wie zu Oma’s Zeiten, die Landküche hat die neue/ess/klasse gepackt und ich habe Obst eingemacht und Marmelade gekocht. Unsere Freunde – genannt die Joshis – haben nämlich einen Garten in dessen wildem Treiben es einige Mirabellenbäume, die ebenfalls wilde Art, und Zwetschenbäume (für alle im Süden Zwetschgenbäume) gibt. Dort durfte ich ernten.
Aus den wilden Mirabellen kochte ich eine Marmelade mit Chili und Rosmarin verfeinert mit weißem Portwein. Den Rest machte ich als Ganze Früchte ein und verfeinerte diese mit frischer Vanilleschote. Hier die Rezepte:
Wilde Mirabellenmarmelade mit Chili, Rosmarin und weißem Portwein
Zutaten für 12-14 Gläser:
2 kg entsteinte Mirabellen
2kg Gelierzucker 1:1
1 Glas Orangensaft (Direktsaft mit Fruchtfleisch bzw. frischgepressten)
6 Esslöffel weißen Portwein
2-3 Teel getrocknete Chiliflocken (nach Geschmack und Mut)
4 Stegel frischen Rosmarin
Die entsteinten Mirabellen klein schneiden und in einem großen Topf mit dem Gelierzucker mischen. Der Topf sollte nur zur Hälfte mit dem Zucker und den Mirabellen gefüllt sein, damit später nichts überkocht. Orangensaft, Portwein und Rosmarin hinzugeben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Die Marmelade vier Minuten sprudelnd kochen lassen und zwischen durch den Schaum abschöpfen. In der letzten Minute die Chiliflocken hinzugeben und am besten die Marmelade kurz abschmecken.
Die heiße Marmelade in sterile Gläser abfüllen und sofort verschließen.
Die Marmelade schmeckt auch wunderbar zu Wildgerichten statt Preiselbeerkompott. Ich kann sie mir sogar sehr schmackhaft beim Grillen zu Lammfleisch vorstellen.
Eingemachte Mirabellen mit Vanille
Nun hatte ich noch 3,5 kg Mirabellen übrig. Zuerst wollte ich sie in Oma’s Einmachtopf einwecken. Das war mir aber bei dieser kleinen Menge zu aufwendig, das riesige Ding anzuwerfen. So blanchierte ich die Mirabellen kurz im Topf in einem Sud quasi als Kompott. Das ging so:
Zuerst die Einmachgläser in kochendem Wasser keimfrei machen. In einem anderen großen Topf je 1kg Früchte einen Sud aus 1 l Wasser, 100g Zucker (das reicht, da meine Früchte bereits sehr süß waren, man kann auch Honig oder Birnendicksaft verwenden), Saft einer halben Zitrone und eine halbe aufgeschnittene Vanillenschote aufkochen. Die Mirabellen mit Stein! in dem heißen Sud ca. 1-2 Minuten blanchieren. Die Früchte mit einer Schaumkelle aus dem Sud nehmen und vorsichtig in die Einmachgläser geben. Den Sud nochmals kurz aufkochen lassen und die Früchte im Glas damit übergießen, bis die Mirabellen vollkommen mit dem Sud bedeckt sind. Dann die Einmachgläser mit Gummiring, Glasdeckel und den Klammern verschließen.
Marmelade und Einmachgläser an einem dunklen, kühlen Ort lagern. Die Deckel müssen fest verschlossen sein.


22. August 2010 um 15:10 Uhr
Die Marmelade und die eingekochten Mirabellen sehen köstlich aus.
Leider gibt es hier in Süditalien, wo ich gerade unterwegs bin, keine Mirabellen. Und ich liebe Mirabellen-Kindheitserinnerungen werden wach.
Aber Feigen gibt es en masse. Und die habe ich gestern mit etwas Saft und Schale von Amalfi-Zitronen zu Konfitüre verarbeitet. Ich gebe zu, das ein oder andere Gläschen homemade Limoncello hat auch den Weg in den Kochtopf gefunden.
Vielen Dank für deine tollen Rezepte.
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4. September 2010 um 13:37 Uhr
Ich glaube die wilden Mirabellen werden kaum noch verwendet. Bei meinen Radtouren sehe ich volle Bäume
und keiner erntet sie. Diese Rezepte haben mich dazu verführt- zu ernten und auszuprobieren- werde es aber leider diese Saison nicht mehr schaffen. Danke für die
Idee