Auch als kleiner Food-Blogger kommt man rum
. So durfte ich auf dem Bauknecht Nachwuchswettbewerb auf CHEF-SACHE letzte Woche in Köln als Jury-Mitglied tätig sein. Ein spannender Tag liegt hinter mir, wie Ihr Euch sicherlich denken könnt.
Drei tolle Nachwuchsköche galt es zu bewerten. Alle drei haben sich aus etlichen Bewerbungen, die CHEF-SACHE im Vorfeld erhielt, qualifiziert und durften nun im Rahmen der Messe gegeneinander antreten, um quasi den Kaiser unter den Königen zu wählen. Denn Sieger waren sie ja bereits alle drei. Was kann man als Nachwuchskoch besseres für seine Laufbahn schon während der Ausbildung tun, als vor einem solchen Fach-Auditorium, wie es bei CHEF-SACHE am Start war, aufzukochen und ganz nebenbei Kontakte zu knüpfen. Das Koch-Thema, das Bauknecht gewählt hatte, liegt absolut im Trend: Aus heimischen Gewässern. Also, Fish at it’s best.
Die Finalisten waren:
Laura Fischer, Ausbildung im Schlosshotel Münchhausen, Aerzen, im dritten Lehrjahr, die zum zweiten Mal dabei war und einen Bachsaibling im Bannwald – Grüner spargel – Steinpilze – Apfelragout kochte.
Tim Brodersen, Ausbildung in der Brasserie Capricorn i Aries, Köln, im ersten Lehrjahr – was uns sehr beeindruckt hat – mit Forellenfilet und Forellenroulade mit Mandeln, Erbsen, Mörchen und Rote Bete.
Peter Rüthnick, Ausbildung im Hotel Springbachmühle in Belzig, im dritten Lehrjahr. Er reiste mit fachmännischer Unterstützung an und kochte in Butter pochiertes Welsfilet, Schalottenvinaigrette, Tomaten-Bananen-Ragout, Avocado und Papayacreme, Schweinebauchmus, Oliven-Korkant-Segel.
Das war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende holte Tim Brodersen den Gesamtsieg.
Was gab es sonst noch zu sehen?
Sehr, sehr viel gab es zu sehen, zu hören und vor allem zu kosten. Beispielsweise den Hummer vom FrischeParadies, köstliches Hirschfleisch aus Neuseeland, tolle Österreichische Weine oder Sake mit irgendeiner Limettenart, die mir jetzt entfallen ist. Unbedingt merken: Hochwertiger Sake ist echt köstlich und wird sicherlich das absolute Trendgetränke, befürchte ich
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Mein persönliches Highlight, neben dem Wettbewerb versteht sich, war aber der Vortrag von Nils Henkel, Gourmetrestaurant Lerbach. Darauf hatte ich mich ohnehin schon sehr gefreut und fand es wirklich spannend, wie er seine Profitipps an seine Kollegen im Saal weitergab. “Pure Nature” sein Thema. Er zeigte drei Gerichte, die wirklich toll waren. Darin enthalten beispielsweise ein Basilikum-Bisquit, das wie ein grüner Schwamm aussieht und in der Mikrowelle gebacken wird, ein Tomatentee, der mit einem Kräuterbeutelchen dem Gast serviert wird, oder Holunder-Kapern, die aus den eigentlich ungenießbaren grünen Holunderbeeren gekocht und veredelt werden. Außerdem liebt Nils Henkel anscheinend auch Holunderblüten, die seine Mannschaft im Frühjahr eigenhändig sammelt und zu Holunderblütenessenzen verarbeitet. Toll. Außerdem hat er für sein Restaurant ein eigenes Gewächshaus. Generell spielen Gemüse und Kräuter in der Küche von Nils Henkel keine Nebenrollen, sondern echte Hauptrollen. Er verwendet sogar Gemüse in seinen Desserts.



26. September 2011 um 13:18 Uhr
Aber sonst haben die Bauknecht wohl Knöpfe auf den Augen: der grüne Spargel wäre bei mir schon eine rote Karte…..und das Hirschfleisch aus Neuseeland auch….
Und, was den Saké angeht, fahr mal ins La Chassagnette, dort gibt’s seit Jahren Menüs rund um den Saké, die sind zum reinlegen….kann ich nur empfehlen, Arnal kocht auch nur aus dem eigenen 4Ha Gemüsegarten und absolut saisonbedingt.
26. September 2011 um 13:35 Uhr
Hi Bolli. Warum hätte der grüne Spargel bei der Jungköchin die rote Karte? Und Bauknecht hatte nichts mit dem Hirsch zu tun und Sake ist auch schon ewig ein riesen Thema in Japan
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26. September 2011 um 17:44 Uhr
weil’s derzeit beim besten Willen keinen Spargel regional gibt….im Hinblick auf das Motto: regionaler Fisch….Das hat’s bei mir sofort boum gemacht….
Und, na ja, Hirsche gibt’s auch in D. und das Saké in Japan schwer in ist seit Jahrhunderte, das weiss ich auch, aber wenn es jetzt in die sogenannten “Trendküchen” einzieht….
26. September 2011 um 18:08 Uhr
Das stimmt natürlich mit dem Spargel, keine Frage, aber der Hauptdarsteller war halt der Fisch und zum Rest hat man sich bei der Vorauswahl der Finalisten wohl nicht so viele Gedanken gemacht. Beim Sake fand ich es einfach erstaunlich, wie sie das Getränk nun auch in Deutschland pushen wollen. Ich denke auch, das wird in der Breite gelingen. Auf alle Fälle war die Verkostung lecker.