neue-ess-klasse: Weihnachtsbäckerei-2012

In der Weihnachtsbäckerei: Zwölf Sorten in zwei Tagen und drei Sieger-Weihnachtsplätzchen

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Ein kleiner, chilliger Backmarathon liegt hinter mir. Am Wochenende habe ich zwölf Sorten Weihnachtsplätzchen gebacken und für Euch meine drei Sieger hier als Rezept verewigt.

Die Entscheidung für meine drei leckersten Weihnachtsplätzchen 2012 viel mir gar nicht so leicht. Zur Auswahl standen:

  • Feigen Cantuccini,
  • Cantuccini mit Schokolade, Pistazien und getrockneten Kirschen,
  • Wespennester mit Pistazien, Marzipan und Pinienkernen,
  • Pfeffernüsse mit Ras el Hanout,
  • Spritzgebäck mit Mandarinenaroma,
  • Ochsenaugen,
  • Zimtsterne – die besten, die es gibt von Herr Siefert,
  • Siefertsches Buttergebäck,
  • Pangani mit Amarenakirschen,
  • Ischler Plätzchen mit Himbeere und Schoko,
  • Trüffelkekse mit Rum,
  • Vanille/Pistazien/Schoko-Stangen

Auf Platz 1: “Ischler Plätzchen” – ein ganz altes Rezept, das ich bestimmt schon zehn Jahre backe

200g weiche Butter, 100g Puderzucker, 1 Prise Salz und das Mark einer Vanilleschote mit dem Knethaken des Handrührers oder der Küchenmaschine verkneten. Zwei Eigelb kurz unterrühren. 250g gesiebtes Mehl und 150g gemahlene Mandeln nun mit der Hand unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens drei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig danach auf einer bemehlten Arbeitsplatte dünn ausrollen und Sterne ausstechen. Die Sterne bei 150 Grad bei Ober- und Unterhitze 15-20 Minuten backen. Abkühlen lassen. In der Zwischenzeit in einem Wasserbad 150g Halbbitter-Kuvertüre und 100g dunkle Kuchenglasur schmelzen lassen. Die Hälfte der Sterne mit der Oberseite in die Schokolade tauchen und auf einem Kuchengitter trocknen lassen. Zum Füllen der Plätzchen 150g Himbeerkonfitüre in einem Topf aufkochen lassen, danach durch ein feines Sieb streichen. Auf jeden der Kekse ohne Schokolade in die Mitte ca. einen Teelöffel warme Marmelade geben und die Plätzchen mit Schokolade (nach oben) daraufsetzen. Gut durchtrocknen lassen.

Auf Platz 2: “Wespennester” (Living at Home 12/2012 S. 81)

So tolle Makronen habe ich noch nie gebacken. Ich habe das Rezept leicht verändert und statt Mandelstiften Pinienkerne verwandt. So geht’s: 100g Marzipanrohmasse für 1 Stunde im Tiefkühler einfrieren. Danach 200g Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten (Vorsicht, nicht anbrennen lassen :-) ). Backofen  auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Zwei Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen, dann nach und nach 150g Puderzucker einrieseln lassen. Den Schnee schlagen bis er schon dick ist und glänzt. Je 1 Teelöffel gemahlene Nelken, Kardamom und Zimtpulver unterrühren. Die Marzipanrohmasse in kleine Würfelschneiden und zusammen mit den Pinienkernen und 50g gehackten Pistazienkernen unter den Eischnee heben. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und für 15-20 Minuten im Backofen backen lassen.

Auf Platz 3: “Vanille-Pistazien-Stangen” (Für Sie Extra Ausgabe 23/2010 S. 15)

225g weiche Butter und 150g Puderzucker mit dem Handrührer oder der Kitchen Aid cremig rühren. Danach 1 Eigelb, 2 Esslöffel Rum, das Mark von 1 Vanilleschote und 1 Prise Salz unterrühren. Die Creme dritteln. Unter das erste Drittel 100g gesiebtes Mehl kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie einwickeln und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank erkalten lassen. Das zweite Drittel mit 100g Mehl und 1 Esslöffel Kakaopulver verkneten und ebenfalls eingepackt in den Kühlschrank geben. Für das dritte Drittel 75g Pistazienkerne in der Küchenmaschine fein mahlen und zusammen mit 100g Mehl mit der restlichen Creme verkneten – ab damit in den Kühlschrank. Nach einer Stunde alle drei Teige getrennt zu etwa gleich großen Rechtecken (kaum möglich => besser zu Ovalen) dünn ausrollen. Wieder getrennt in Klarsichtfolie gepackt eine Stunde im Kühlschrank erkalten lassen. Danach ein Eiweiß mit einer Gabel anschlagen. Mit der hellen Teigplatte beginnen. Diese auf einer Seite mit dem Eiweiß bepinseln und den grünen Teig daraufsetzen. Die obere Seite ebenfalls mit Eiweiß bepinseln und den brauen Teig darüber platzieren. Erneut ab in die Frischhaltefolie und in den Kühlschrank. Zum Endspurt: Durch alle drei Teige durch mit einem großen Messer gleichmäßige Stäbchen schneiden. Die Stäbchen mit größerem Abstand auf ein Bleck mit Backpapier legen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ca. 10 Minuten backen. Abgeschnittene Teigreste müsst Ihr nicht wegwerfen. Drückt sie zusammen und stecht den Teig mit Plätzchenformen aus. Das schaut ebenfalls sehr lustig aus.

Nachtrag für Anke:  Ochsenaugen (aus Weihnachtsbäckerei von Bernd Siefert, S. 13)

Auf Wunsch von Anke ergänze ich gerne noch das Rezept für die Ochsenaugen. Ich sage es gleich vorweg, diese Plätzchen haben mich echt Nerven gekostet. Es ist nicht einfach, diese klebrige, zähe Marzipan-Ei-Mischung auf die Plätzchen zu spritzen. Sie schmecken aber wirklich lecker – sehr süß halt. So geht’s:

200g weiche Butter, 100g Puderzucker, ein Ei, 1 Prise Salz, Abrieb einer 1/2 Biozitrone und Mark einer 1/2 Vanilleschote mit der Küchenmaschine zu einer homogenen Masse verrühren. 300g gesiebtes Mehl unterkneten und eingewickelt in Klarsichtfolie mindestens 1 Stunde im Kühlschrank erkalten lassen. Danach den Teig auf der bemehlten Arbeitsplatte dünn ausrollen und Kreise ausstechen. Die Plätzchen bei 150 Grad Ober- und Unterhitze 20-25 Minuten backen. Die gebackenen Plätzchen auskühlen lassen.

400g weiche Marzipanrohmasse mit 4 Eigelb, 1 Prise Salz und dem Abrieb einer Biozitrone zu einem glatten Teig kneten. Mit einem Spritzbeutel (kleine Tülle) auf jedes Plätzchen einen Ring am äußeren Rand aufspritzen. Das ist nicht leicht, da die Masse, wie gesagt, sehr zäh und klebrig ist. Dannach jedes Plätzchen mit einem Gasbrenner abflämmen. 150g Himbeermarmelade aufkochen lassen und auf Wunsch mit einem Schluck Himbeergeist abschmecken.  Die Himbeermarmelade in die Mitte der Plätzchen füllen. Sobald die Himbeermarmelade erkaltet ist, zuletzt 150g Aprikosenmarmelade aufkochen und durch ein Sieb streichen. Damit die Plätzchen bestreichen. Herr Siefert verwendet noch Fondantglasur, die es beim Konditor geben soll. Habe ich nicht bekommen und daher weggelassen. Die Plätzchen kleben jetzt etwas und können schneller austrocknen.

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4 Kommentare

  1. Über die Idee mit dem Siegerpodest habe ich sehr geschmunzelt, nette Idee!
    Die Plätzchen kommen natürlich auf meine Nachbackliste.

  2. Wow, einen richtigen Marathon habt ihr hingelegt!

    Danke auch für die Platzierung der Sorten, dann wage ich mich mal an Platz (haha Plätzchen) Nr. 1

    Falls du doch ein gutes Rezept für Vanillekipferln suchen solltest, kann ich dir diese App empfehlen, da gibt es ein köstliches Rezept:

    https://www.facebook.com/smart.deutschland/app_173335422810258?ref=ts

  3. Pingback: Geeeeeschafft… | diekleinigkeitskraemerei

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