Die italienische Küche ist einfach ein echter Dauerbrenner. Sie ist super lecker und bietet immer wieder neue Kombinationsmöglichkeiten. Frische Produkte – perfekt kombiniert, hmmm lecker. Leider lässt häufig die Qualität zu wünschen übrig. Das ist äußerst schade, denn so fällt die italienische Küche in der Regel hinter der französischen weit zurück. Das finde ich schade. Denn ich ziehe in jedem Fall ein perfektes frisches einfaches Pastagericht Froschschenkeln vor! Allein schon ethisch.
Bereits seit ein paar Monaten habe ich nun endlich die italienische Kochbibel von Giorgio Locatelli “Made in Italy” in meinem Kochbuchregal stehen. Und ich muss sagen, das ist wirklich mal ein ober “geiles” Kochbuch! Es ist viel mehr als ein Kochbuch, denn es ist ein echtes Lesevergnügen und bietet neben Rezepten auch wunderbare Lesebeiträge, die den Koch lebendig machen.
Auch wenn dem damals 5-jährigen Giorgio der Onkel sagte: “Du wirst nie ein Küchenchef, Locatelli! Du bist ein Idiot!”. Kann nicht nur ich heute steif und fest behaupten, dass sich der Onkel komplett geirrt hat und er ein Koch-Genie geworden ist, der Locatelli.
Überzeugt hat mich letztendlich komplett sein Text über “Tartufi bianchi” – den weißen Trüffel -, den er als “Geruch des Lebens” bezeichnet. Auch als Spitzenkoch, der ja ständig mit dieser köstlichen Zutat zu tun hat, beschreibt er eigentlich seine Erfurcht vor diesem teuren edlen und unzüchtbaren Pilz. Er ist der Meinung, und spricht mir damit aus der Seele, dass man nicht sehr häufig Trüffel essen muss, aber wenn man ihn isst, dann richtig. Dann einen perfekten frischen Trüffel – möglichst natürlich aus dem Piemont – und nicht drei kleine Scheiben, sondern im Überfluss über das Gericht fein gehobelt. Man muss den Trüffel feiern!!! Jawohl, Giorgio.
Das ist mal ein Koch, dieser Giorgio! Mehr solcher Kochbücher braucht die Welt.


21. August 2008 um 14:03 Uhr
Ja, hat mir auch sehr gut gefallen dieses Koch-Buch!
Halt die Ohren steif,
Martin
21. August 2008 um 17:52 Uhr
Zustimmung, das Buch ist sehr gut. Ich kann die Spaghetti mit Oktopus empfehlen.
Pingback: Man kann's essen!
2. August 2010 um 19:09 Uhr
Großartiges Kochbuch! Die kochweise für Oktopus ist tatsächlich die Beste.